»Größres mag sich anderswo begeben,
als bei uns in unserm kleinen Leben.«
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759 - 1805)

Zu früh

Dienstag
07.09.
2010
Heute in der Mittagspause:
derCobold zu einer Kollegin: »Na, warst du beim Frisör?«
Kollegin lacht und entgegnet: »Ich geh morgen.«
*umpf*

Zurück in die Zukunft - zurück zu BluRay?

Donnerstag
02.09.
2010
Ich habe gerade gelesen, dass am 28. Oktober die Trilogie »Zurück in die Zukunft« auf BluRay erscheinen wird. Das ist neben »Ferris macht blau« einer der Kultfilme der 80er, für den sich ein Kauf lohnen würde. Für mich stellt sich allerdings die Frage, ob es überhaupt Sinn macht einen so alten Schinken auf BluRay zu kaufen, da er ja noch im analogen 35mm Negativfilmformat gedreht wurde. Sind qualitative Unterschiede zur DVD-Version zu erwarten? Vielleicht auch einfach nur aus dem Grund, weil die Digitalisierungsverfahren inzwischen besser sind? Ich meine ich hätte da mal was im Bezug auf "Terminator 2" gelesen.
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Die Merkel-Garantie und die NOA-Kunden

Samstag
21.08.
2010
Wir Gläubiger der Kaupthing-Bank hatten in den letzten Wochen intensiv die Entwicklung der deutschen NOA-Bank verfolgt. Wenig überrascht hat uns daher das Moratorium der Bafin, das diese nun über die NOA-Bank verhängt hat. Vom Moratorium der NOA-Bank sind ca. 13.000 Privatanleger betroffen, die nun nicht mehr an ihr gespartes Geld kommen. Bis zum 50.000 Euro sind hierbei von deutschen Einlagensicherungsfond abgedeckt.

Wer sich bei Beträgen über 50.000 von der Merkel-Garantie geschützt fühlt wird enttäuscht. Wie in der StZ vom Freitag zu lesen ist gilt die Garantie für Einlagen bei der deuschen NOA-Bank ebensowenig wie für Einlagen bei der Kaupthing-Bank:
Für die Kunden wird das mündliche Versprechen der Bundesregierung vom Oktober 2008, wonach Bankeinlagen auch oberhalb der gesetzlichen Mindestsicherung sicher seien, nicht greifen. »Nach unseren Kenntnissen ist die drohende Insolvenz der Noa Bank keine Folge der Finanzkrise, sondern auf Managementfehler zurückzuführen«, so ein Sprecher des Finanzministeriums. »Daher greift die Garantie nicht.«

Ich frage mich langsam wann diese Garantie, die von Angela Merkel und Peer Steinbrück im Jahr 2008 verkündet worden ist, überhaupt gilt.

Allen NOA-Kunden sei ein Blick in das Selbsthilfe-Forum empfohlen, das von den Betreibern des Kaupthing-Forums gegründet wurde. Hier werden eure Fragen kompetent beantwortet.

Wochenlinks zum Thema Stuttgart 21

Freitag
20.08.
2010
Wer sich unabhängig über das Thema Stuttgart 21 informieren will tut sich schwer. Neben jeder Menge Polemik von beiden Seiten finden sich inzwischen unveröffentliche Gutachten, von denen die Befürworter behaupten, dass deren Aussage inzwischen überholt sei. Allein ein aktuelles Gutachten der Bahn findet sich nicht.

Was die Presse in dieser Woche geschreiben hat:

SZ: Ausbau des Schienennetzes
Aus einem internen Papier des Verkehrsministeriums geht hervor, dass das Geld für den künftigen Ausbau des Schienennetzes hinten und vorne fehlt. Prestigeprojekte wie »Stuttgart 21« sollten konsequent gestoppt werden.
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FR: Tricksen und täuschen
Die Proteste gegen das Bahnprojekt in Stuttgart schwellen an, doch die Bagger werden nicht aufzuhalten sein. Obwohl Gutachten belegen: Der Umbau ist überflüssig.
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SpOn: Baden-Württemberg vergab fragwürdigen Millionenauftrag
Um den umstrittenen Bahnhofsumbau »Stuttgart 21« zu retten, hat sich Baden-Württemberg einen merkwürdigen Auftrag geleistet: Nach Informationen des SPIEGEL zahlt das Land seit 2001 viele Millionen an die Deutsche Bahn - für Zugverkehr, der noch gar nicht gebraucht wird.
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SpOn: Gutachten zu Stuttgart 21
Ein Gutachten zum milliardenschweren Bahnhofsprojekt »Stuttgart 21« bringt die Initiatoren in Erklärungsnot: Danach steht der zu erwartende Nutzen in keinem Verhältnis zu den Kosten - und überhaupt seien diese viel zu niedrig angesetzt.
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StZ: Mitschöpfer des Bahnhofs zweifelt
Stuttgart - Einer der beiden Gestalter des Tiefbahnhofs für Stuttgart 21 rät zu einem Neubeginn der Planung. Der 85-jährige Frei Otto, der vor mehr als 13 Jahren gemeinsam mit dem Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven die charakteristischen »Lichtaugen« und die Form des neuen Stuttgarter Bahnhofs entworfen hat, sieht derzeit vor allem unkalkulierbare technische Risiken nicht ausreichend berücksichtigt.
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Tagesspiegel: Stuttgart 21: Wenn es unterirdisch wird
Fünf Milliarden? Oder sieben? Oder elf? Wie teuer es werden könnte, in Stuttgart einen neuen Bahnhof zu bauen, weiß niemand. Immer neue Zahlen erschüttern das Vertrauen der Bürger. Die protestieren – und stellen die Machtfrage. Seit 1988 wird geplant. Soll das umsonst gewesen sein?
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Das ist er also

Dienstag
03.08.
2010
… der Bagger, der letzten Freitag für Aufruhr sorgte
Bagger vor dem Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs

Stuttgarts 21 Nacht- und Nebelaktion

Samstag
31.07.
2010
Demo vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof

Demo vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof

Demo vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof

Demo vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof

Es war gegen 22.30 Uhr als ich in Facebook Hennings Bilder einer Demonstration sah, gefolgt von einer Eilmeldung der StZ, dass »am Nordflügel des Hauptbahnhofs offenbar Bauzäune errichtet würden.«

Vor einigen Tagen lies Bahn Chef Grube noch in der Presse verlauten:
»Es wird am Nordflügel keine Nacht-und-Nebel-Aktion geben«, verspricht Grube. »Wir haben immer offen gesagt, dass wir im August mit dem Abriss beginnen werden, und daran werden wir uns halten.«

Was man in Sachen Stuttgart 21 überhaupt noch glauben soll, weiß man spätestens nach den neuesten Kostenschätzung überhaupt nicht mehr. Der gestrige Wortbruch Grubes trägt in keinem Fall zur Vertrauensbildung bei.

Wie in der StZ zu lesen ist, war der gestrige Tag »bewusst ausgesucht, weil wegen des Gelöbnisses der Bundeswehr auf dem Schlossplatz ohnehin viele Einsatzkräfte in der Stadt gewesen seien«. Wie man auf die Idee kommen kann mit dem Aufbau des Bauzaunes in den Abendstunden zu beginnen bleibt mir im Verborgenen. Es muss jedenfalls nicht lange gedauert haben bis sich diese Tatsache unter den Stuttgart 21 Gegnern herumgesprochen hat. In den frühen Morgenstunden wäre dies sicherlich mit weniger Gegenwehr möglich gewesen.

Als ich mich gegen 23 Uhr in Richtung Innenstadt machte war der Bereich Hauptbahnhof bereits großräumig abgesperrt. Die Straßensperrung begann in Höhe Bürgerhospital, der Verkehr wurde über Wolframstraße - Cannstatter Straße - B14 umgeleitet, was sich selbst bei einem normalen Verkehrsfluss am Samstag Abend als Flaschenhals erwies. Bis zum Parkplatz beim Planetarium habe ich eine halbe Stunde benötigt. Nicht auszudenken, was passiert wenn der Bereich Hauptbahnhof während des Berufsverkehrs gesperrt werden müsste.

Die Demonstration am Samstag dürfte allerdings der Anfang von dem gewesen sein, was uns in der nächsten Zeit erwartet. Die Demonstranten waren friedlich. Die Gefühle kochten immer dann hoch, wenn ein Demonstrant weggetragen wurde. Zur Deeskalation trug dies nicht bei und die Demonstration wurde damit auch nicht aufgelöst.

Man darf gespannt sein, wie sich die Lage weiterentwickelt.
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Nepper, Schlepper, Bauernfänger: Ihr PayPal Konto wurde eingeschränkt

Montag
05.07.
2010
Am Wochenende erhielt ich folgende Mail mit schönem PayPal-Logo von dem angeblichen Absender service@paypal.eu
Sehr geehrter PayPal Nutzer,

kürzlich haben wir eine Unregelmäßigkeit bei Ihrem Konto festgestellt.

Wir haben den Grund zur Annahme, dass ein Dritter auf Ihr Konto zugegriffen hat. Wir haben den Zugriff auf persönliche PayPal-Kontofunktionen für den Fall beschränkt, dass durch einen nicht autorisierten Dritten auf Ihr Konto zugegriffen wurde. Uns ist bewusst, dass der eingeschränkte Zugriff Nachteile mit sich bringt, der Schutz Ihres Kontos ist jedoch unser Hauptanliegen.

Wir haben den Zugriff auf Ihr Konto kurzzeitig eingeschränkt. Die Einschränkung wird überprüft, wenn wir die angeforderten Informationen von Ihnen erhalten.

Um auf die Einschränkung zu reagieren und sie zu beheben, verwenden Sie bitte die folgende Seite:

https://www.paypal.com/de/cgi-bin/..

Herzliche Grüße
Ihr PayPal-Team

Das ganze kam mir schon beim Lesen spanisch vor. Bei genauem hinsehen ging der Link auch nicht auf die Seite von paypal direkt, sondern auf eine Unterseite von 6x6.monstersgt.se.

Ich habe die verlinkte Seite von meinem Knoppix-System aus aufgerufen um sicher zu gehen, dass sich keine Viren auf meinem Rechner einnisten können. Beim Aufruf hatte ich den am Link angehängten Referrer entfernt, da ich mir nicht sicher war, ob dieser nicht dazu dient meine E-Mail-Adresse zu validieren.

Und siehe da: auf der verlinkten Seite befand sich eine vermeintliche PayPal-Seite, auf der man sich mit den persönlichen Zugangsdaten anmelden sollte. Ich habe hier abgebrochen denn es war klar, dass über diese Seite versucht wurde an meine Account-Daten zu kommen.

Mit diesem Eintrag möchte ich alle Leser sensibilisieren nicht alles zu Glauben was täglich im E-Mail-Postfach landet. Sei es nun PayPal, die Sparkasse oder eine andere Bank. Der in der E-Mail angegeben Absender sagt gar nichts aus. Man kann nie sicher sein, dass der Absender der ist, für den er sich ausgibt. Eine Autorisierung sieht das E-Mail-Protokoll nicht vor.

Wer auf die Internetseite seiner Bank gegen möchte sollte dies über die üblichen Wege tun, nie über den Link, der in einer E-Mail angegeben wird!

In diesem Fall war der Schwindel leicht auszumachen: Fährt man mit dem Mauszeiger über den Link, so sieht man in der Fußzeile die tatsächliche Adresse. Wichtig ist hierbei der Domainnamen vor der ersten Top-Level-Domain (.de, .com, .eu, .se, etc.) hinter der http-Angabe.

Immerhin wies beim Aufrufen der Seite der Phishing-Filter von Firefox darauf hin, dass es sich um ein Phishing-Versuch handeln könnte. Spätestens hier sollten bei allen Nutzern die Alarmklocken läuten und man sollte auf keinen Fall »mal schauen« was sich hinter dem Link befindet.

TV-Tipp: Leben unter Verdacht - Der Fall Harry Wörz

Dienstag
29.06.
2010
Jeder Angeklagte ist solange unschuldig bis seine Schuld bewiesen ist.
So oder so ähnlich heißt es immer in us-amerikanischen Filmen. Dass dem auch in einem Rechtsstaat wie Deutschland nicht immer so ist und es zudem nicht einfach ist seine Unschuld zu beweisen, davon handelt der Fall Harry Wörz, über den es heute Abend um 22.45 Uhr in der ARD eine Dokumentation zu sehen gibt. Dabei geht es in erster Linie nicht um die Schuld oder Unschuld des Angeklagten sondern im wesentlichen um den Prozessverlauf. Prozessbeteiligte, Angehörige sowie Sachverständige kommen zu Wort. Die Dokumentation »rekonstruiert das bislang ungeklärte Tatgeschehen, berichtet von polizeilichen Ermittlungsfehlern und der langen juristischen Fallgeschichte - vor allem aber vom Kampf des Harry Wörz um seine von ihm behauptete Unschuld.«
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derCobold.de ist das Blog von Volker Herrmann.